Verdienen unsere Richter zu wenig?

Bild: APA/ROLAND SCHLAGER
Bild: APA/ROLAND SCHLAGER

Auch Österreichs Richter wollen mehr Geld

Von Judith Hecht  (Die Presse)

Ein 27 Jahre alter Richter oder Staatsanwalt verdient in Nordrhein-Westfalen derzeit 3653 Euro brutto pro Monat. Andere deutsche Bundesländer zahlen ihren Jungrichtern noch weniger. Sie kämen damit auf nicht mehr als zwölf Euro netto pro Stunde, kritisieren deren Vertreter. Einige der erzürnten Richter haben deshalb sogar Klagen eingebracht. Ob ihnen tatsächlich mehr Geld gebührt, darüber wird Anfang Jänner das Bundesverfassungsgericht entscheiden.

Und wie zufrieden sind die österreichischen Richter mit ihrem Salär?

(Ihr Einstiegsgehalt liegt bei 3600 Euro brutto.) Wer die „Österreichische Richterzeitung“ liest, weiß, es brodelt auch hierzulande. Bei dem Hypo-Prozess um die Sonderdividende habe der vorsitzende Richter bei einer 60-Stunden-Arbeitswoche nur 12,70 Euro netto pro Stunde bezogen, errechnete Gernot Kanduth, Vizepräsident der Österreichischen Richtervereinigung. Die Rechtsanwaltsgebühren für einen siebenstündigen Verhandlungstag hingegen hätten nach dem Anwaltstarif über 600.000 Euro ausgemacht. Ein Unterschied.

Den ganzen Artikel in der Presse lesen …

Teilen mit: