Auch wenn im Korruptionswahrnehmungsindex 2025 Österreich um 4 Plätze von Rang 25 (69 Punkte) auf Rang 21 (67 Punkte) sich verbessern konnte, bleibt Österreich im westeuropäischen Mittelfeld.
Der am Dienstag veröffentlichte Korruptionswahrnehmungsindex für das Jahr 2025 (Corruption Perception Index „CPI“ 2025) von Transparency International (TI). Die Trendumkehr sei laut Bettina Knötzl, Vorstandsvorsitzende von Transparency International Austria, „ein positives Signal, aber kein Grund zur Entwarnung“. Der Index zeige, „dass Reformen Wirkung entfalten können“. Korruption bleibe jedoch „hierzulande ein strukturelles Problem, das wirtschaftliche Entwicklung bremst und Vertrauen in staatliche Institutionen untergräbt“.
Wichtigen Schritt zur Stärkung von Transparenz und öffentlicher Kontrolle sei das im September 2025 in Kraft getretene Informationsfreiheitsgesetz. Der durch dieses Gesetz beabsichtigte Paradigmenwechsel hänge jedoch von der Umsetzung ab und ob proaktiv staatliche Informationen veröffentlicht werden und der tatsächlichen Zugänglichkeit für Öffentlichkeit, Medien und Zivilgesellschaft hergestellt werde.
Weiterhin an der Spitze des CPI 2025 liegt erneut Dänemark mit 89 Punkten, gefolgt von Finnland (88 Punkte) und Singapur (84 Punkte).
Größtes Problem in Österreich sei nach wie der als „Freunderlwirtschaft“ umschrieben Postenschacher. Das Problembewusstsein dazu fehle noch immer. Auch eine unabhängige Spitze der Staatsanwaltschaft sei dringend erforderlich.
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